Freitag, 18. Januar 2013

Kurz belichtet

"Hitchcock": Charmantes und teilweise ironisches Biopic über den Master of Suspense. Spielt zu der Zeit, als Alfred Hitchcock "Psycho" drehte.
Sehenswert

"Les Misérables": Große Gefühle, große Songs. Überragendes Musical nach Hugos "Die Elenden", das alle anderen Oscar- Nominierungen auf die Plätze verweist.
Herausragend

"The Impossible": Familie wird  in Folge eines  Tsunamis getrennt. Intensives Drama nach einer wahren Begebenheit.
Sehenswert

"Flight": Denzel Washington als besoffener Pilot, der eine Notlandung hinzaubert und das Leben vieler Menschen rettet. Im Mittelpunkt steht die Frage: Ist er ein Held oder ein verantwortungsloser Kerl? Großartig gespielt, und am Ende gibt es keine happyendartigen Mätzchen.
Sehenswert

"Django Unchained": Das lang erwartete Sklaven-Western-Exploitation-Spektakel überzeugt nicht ganz. Weniger überraschend als vermutet. Als hätte Quentin Tarantino die Blaupause von "Inglourious Basterds" verwendet. Dieselbe Masche. Doch es fehlt an der Schärfe, an den Lachern, der einem im Hals stecken bleiben sollen.
 Sehenswert

"Back in the game":  Clint Eastwood ist als Schauspieler zurück im Spiel. Das Sportdrama mit Eastwood, das Eastwood-Mitarbeiter Robert Lorenz gedreht hat, ist im Stil von Eastwood-Filmen gehalten. Ein bisschen zu viel Eastwood für meinen Geschmack.
Annehmbar

"Killing Them Softly" Brad Pitt ist hier ein Killer, der zwei Möchtegern-Ganoven hinrichten soll, die eine illegale Spielrunde überfallen haben. Sehr cool und zynisch und mit einem grandiosen Nebenauftritt von James Gandolfini ("Sopranos").  Den Satz am Ende des Films muss man sich merken: "Amerika ist kein Land, sondern business".
Sehenswert

"7 Psychos": 
Versoffener Autor (Colin Farrell) schreibt Drehbuch über sieben Psychopathen und bekommt es mit eben solchen zu  tun. Beginnt vielversprechend, doch Regisseur Martin McDonagh ("Brügge sehen... und sterben?" wechselt zwischendurch die Erzählstile. Manches wirkt zerfahren.
Annehmbar

"End of Watch": Zwei Bullen in LA. Und der Zuschauer sitzt auf der Rückbank. Leider ohne großen Pepp und pseudo-dokumentarisch inszeniert.
Uninteressant

"Life of Pi": Philosophisches Märchen über einen Jungen, der mit einem Tiger nach einem Schiffsuntergang in einem Rettungsboot hockt. Nicht so zauberhaft, wie das fast überall zu lesen war.
Annehmbar

"Silver Linings": Liebesgeschichte zwischen einem depressiven Lehrer, dem die Frau weggelaufen ist, und einer jungen auch aus dem Gleichgewicht gebrachten Frau, deren Mann gestorben ist. Das hat etwas von einer Screwball-Komödie, obwohl einem der Seelen-Striptease und die Aussage "Verrücktsein ist normal" manchmal auf die Nerven geht
Sehenswert

"The Sessions": Ein körperlich schwer behinderter Mann sucht Hilfe bei einer Sex-Therapeutin (Helen Hunt). Am Anfang gewöhnungsbedürftig, am Ende schrecklich konventionell.
Annehmbar

"Zero Dark Thirty": Viel Vorschusslorbeeren (und Golden-Globe- und Oscar-Nominierungen) gab es für den Thriller, der von der Jagd nach Osama bin Laden erzählt. Der Titel, übersetzt mit 30 Minuten nach Mitternacht, bezieht sich auf den Zeitpunkt, wo bin Laden getötet wurde. Leider gelingt es Regisseurin Kathryn Bigelow nicht, Stellung zu nehmen. Man könnte den Film durchaus auch als Rechtfertigungsbeitrag  für die Foltermethoden des Militärs und des CIAs verstehen. Nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel. Und dennoch: Die zahlreich gezeigten Folterungsszenen (wie Waterboarding) sind menschenverachtend.
Zwiespältig

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