Montag, 7. Januar 2013

Die fünf schlechtesten Filme der Jahres 2012 und 2011

Man kann zwar alle guten Filme sehen, aber nicht alles schlechten.
Für fünf hat die Zeit dann doch gereicht:

"Cloud Atlas" (Pressevorführung): Alles hängt miteinander zusammen. Das ist die Botschaft des Films. Doch das Werk, das mehrere Geschichten aus verschiedenen Epochen erzählt, wirkt  inkohärent und nicht rund.  Hanks und Berry spielen  mittelmäßig bis unmotiviert. Die Die SF-Geschichte über das Mädchen in der Zukunft ist allerdings makellos und wunderschön erzählt. Zwiespältige Gefühle.

"Total Recall": Das Remake reicht dem Arnold-Schwarzenegger-Klassiker nicht das Wasser. Die Spezial-Effekte aus dem Computer machen den Film beliebig. More of the same. Hat man alles schon mal viel besser gesehen.

"Savages": Oliver Stone in der Schaffenskrise? Schon lange. Dieser Drogen-Thriller ist überzeichnet, aber  nimmt sich dennoch ernst. Das ist das Manko, denn handwerklich ist der Film makellos. Stone sagt,
er wolle auf die seiner Meinung nach schlechte Drogenpolitik in den Staaten aufmerksam machen.

"The Man with the Iron Fists" (Pressevorführung): Schuster bleib' bei Deinen Leisten. Das Debüt des Rap-Sängers RZA glänzt durch Untalentiertheit. Die ersten drei Minuten des Martial-Arts-Film sind in ganz Ordnung, dann wird's schlimm. Von der Story über den Schnitt bis zu den Dialogen - hier stimmt gar nix. What a waste of time! Womöglich der schlechteste Film des Jahres.

"The Hobbit" (Pressevorführung): Ob der Film gut ist,vermag ich nicht zu sagen. Weil ich mich die ganze Zeit über die 48 Bilder pro Sekunde maßlos geärgert haben.Wie eine Live-Übertragung. Der Kino-Charme, den ein Fantasy-Film haben müsste, geht verloren.Gebe dem Streifen aber noch eine Chance und warte die Bluray-Veröffentlichung ab.


Die Gurken aus 2011



1. „Wall Street 2 – Geld schläft nicht“ (USA),  Regie: Oliver Stone
Im Original von 1987 ist alles über  Spekulationen an Börsen gesagt worden. Der Aufguss ist Murks, weil aus Stones erster Abrechnung  mit der Finanzwelt niemand Konsequenzen gezogen hat und weil Banker Gordon Gekko (Michael Douglas)  zum Gutmenschen mutiert.
2. Eat, Pray, Love“ (USA) Regie: Ryan Muphy
In dem „Chick Flick“ flüchtet eine Reiseredakteurin  (Julia Roberts)  vor ihrer gescheiterten Ehe und geht auf einen Selbstfindungstrip, an dessen Ende eine neue Liebe steht. Der Hochglanzfilm will uns glauben machen, jeder von uns könnte von heute auf morgen aus seinem Leben ausbrechen. Ist das so? 
3. „Kiss and Kill“  (USA), Regie: Robert Luketic   Diese misslungene Krimi-Komödie schwimmt im Fahrwasser  von Klassikern wie „Über den Dächern von Nizza“ und „Charade“. Gut gemeint, aber die Story  über einen Auftrags-Killer (Ashton Kutcher), der mit der überdrehten Urlauberin Jen (Katherine Heigl) ein neues Leben beginnen will, ist nur bizarr.
4. „3-D-Betrug“
Was wir 2011 nicht mehr im Kino sehen wollen, sind Filme wie „Kampf der Titanen“, die nachträglich für 3-D aufbereitet worden sind. Das ist Betrug am Kunden, der mehr für die Kino-Karte hinblättern muss, aber keine  brillante Dreidimensionalität geboten bekommt. 
5. „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“ (Frankreich), Regie: Luc Besson Auf sein Konto gehen moderne Klassiker wie „Nikita“ und „Léon – Der Profi“. Mit „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“ hat sich Luc Besson aber nicht mit Ruhm bekleckert. Ein aus vielen Versatzstücken bestehender Fantasystreifen. 

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