Samstag, 15. August 2026

"Der Astronaut – Project Hail Mary": Ryan Gosling auf Rettungsmission im All

 

Mit Der Astronaut – Project Hail Mary bringt Regisseur Christopher Miller den Bestseller von Andy Weir auf die Leinwand. Im Mittelpunkt steht der Wissenschaftler und Astronaut Ryland Grace (Ryan Gosling), der allein ins All aufbricht, um die Ursache einer Bedrohung für die Sonne zu erforschen und damit das Überleben der Menschheit zu sichern. Während seiner Mission trifft er überraschend auf ein außerirdisches Wesen, das ein ähnliches Problem im eigenen Sternensystem lösen möchte. Grace nennt seinen ungewöhnlichen Begleiter Rocky. Trotz ihrer völlig unterschiedlichen Herkunft entwickelt sich zwischen beiden eine enge Zusammenarbeit. 

Der Astronaut – Project Hail Mary hat mich dennoch mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Der Film beginnt vielversprechend und weckt schnell Interesse, verliert im weiteren Verlauf jedoch deutlich an Tempo.


 

Vor allem der Mittelteil zieht sich unnötig in die Länge. Einige Szenen wirken gestreckt und bremsen den Erzählfluss, wodurch die Spannung immer wieder nachlässt. Gerade bei einem Science-Fiction-Abenteuer hätte ich mir eine straffere Inszenierung gewünscht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die für mich nur wenig überzeugende Weltraumatmosphäre. Obwohl die Handlung größtenteils im All spielt, kommt das Gefühl von Einsamkeit, Größe und Faszination des Weltraums nur selten auf. Dadurch bleibt der Film überraschend bodenständig und schöpft sein visuelles Potenzial nicht vollständig aus.

Besonders gelungen sind dagegen die Szenen zwischen Ryland Grace und Rocky. Ihre Freundschaft entwickelt sich glaubwürdig, ist oft humorvoll und sorgt gleichzeitig für die emotionalsten Momente des Films. Die Chemie zwischen den beiden Figuren trägt den Film über weite Strecken und macht ihn trotz seiner Längen sehenswert.

Auch die Besetzung hat mich nicht vollständig überzeugt. Insbesondere Sandra Hüller empfand ich in ihrer Rolle als Fehlbesetzung. Ihre Darstellung wirkte auf mich nicht passend und konnte mich emotional nicht erreichen.


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